Ginger Bug für Ingwerbier und andere fermentierte Getränke

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Mit einem Kurkuma Ginger Bug und dem daraus fermentierten Ingwerbier hat im Mai 2015 alles angefangen. Sieben Jahre später wird es wirklich Zeit, dass ich das Rezept und ein paar Tips und Tricks mit Dir teile. Das Ingwer-Kurkuma-Bier auf dem nächsten Photo ist es übrigens: Das erste Getränk, was ich komplett selber fermentiert habe. Der Geschmack, aber vor allem der Herstellungsprozess haben mich so angefixt, dass ich seitdem fast täglich alles mögliche fermentiere und ausprobiere. Wenn Du mir auf instagram folgst, weisst Du ja, wovon ich spreche 😉

Mein erstes Ingwerbier
Mein erstes Ingwerbier

Einen Ginger Bug aka Ingwerbierstarter selber züchten

Wenn man Ingwer, Zucker und Wasser mischt und stehen lässt, beginnen sich die wilden Bakterien und natürlichen Hefen auf dem Ingwer und aus der Umgebung selbst zu vermehren. Diese wilden Mikroorganismen verstoffwechseln den Zucker und produzieren dadurch Kohlendioxid, das hausgemachten Erfrischungsgetränken die Bläschen verleiht. Millionenmal besser als zugesetzte Kohlensäure. Der Vergleich ist wie Champagner zu mit Kohlensäure versetztem Tafelwasser. Wie Champagner hat dieses Ferment auch Alkohol. Das ist üblicherweise so viel oder wenig, wie bei Kombucha oder alkoholfreiem Bier enthalten sind.

Um ein fermentiertes Getränk herzustellen, wird zuerst der Starter kultiviert (im Englischen nennt man ihn übrigens Ginger Bug). Das Prinzip ist das gleiche, wie Sauerteig. Wenn Du also schon mal Mehl und Wasser zum Leben erweckt hast, wird Dir der Ginger Bug sicherlich gelingen. Ich fühle mich bei solchen Fermenten gerne mal wie Lady Frankenstein und rufe begeistert it’s alive!, wenn die aktive Phase beginnt.

Zutaten

  • 2 Tassen Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL frischer Bio-Ingwer *

* Es ist wichtig, Bio-Ingwer zu benutzen, weil er ungeschält verarbeitet wird. Auf der Schale sitzen wertvolle Mikroben, die die Fermentation unterstützen. Ingwer aus konventionellem Anbau ist oft mit Schadstoffen behaftet und trägt Schimmelsporen an sich. Falls Du keinen Bio-Ingwer benutzt und Dein Ginger Bug nicht aktiv wird, könnte es genau daran liegen.

Zubereitung

Den Zucker in Wasser auflösen und mit dem gewürfelten oder geraffelten Ingwer in einem grossen Glasgefäss zusammenrühren. Das Gefäss wird mit einem Tuch bedeckt und dieses mit einem Gummiband fixiert. Luft und wilde Hefen sollen den Starter erreichen, Schädlinge müssen jedoch ferngehalten werden. Unbedingt warm aufstellen (20° C – 25° C ist optimal).

Jeden Tag füttern mit

  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Bio-Ingwer, gewürfelt

und mehrmals täglich beherzt umrühren. Dabei geht es um das Untermischen von Sauerstoff. Nach 3 – 5 Tagen sollten sich die ersten Blasen bilden, und der Ginger Bug sollte nach Hefe und Ingwer riechen. Sobald der Starter so viele Blasen hat, dass er schäumt, ist er einsatzbereit zur Limonademanufaktur.

Wenn Dein Starter so gar nicht in Gang kommt, stelle sicher, dass er warm genug steht und probiere mal, ihn kräftig zu schütteln, statt ihn nur umzurühren. Dafür macht sich ein Deckel auf dem Gefäß ganz gut.

Viel Erfolg mit Deinem ersten Ingwerstarter!

Fermentiertes Ginger Ale / Ingwerbier mit Ginger Bug

Fermentiertes Ginger Ale / Ingwerbier mit Ginger Bug

Gang: GetränkSchwierigkeit schwierig
Servings

6

Gläser
Zubereitungszeit

25

Minuten
Fermentationsdauer

2

Tage

Das klassische Getränk, was man aus dem Ginger Bug macht, ist natürlich Ginger Ale, auch Ginger Beer oder Ingwerbier genannt. Vielleicht kennst Du gekauftes Ginger Beer. Auch, wenn einige Marken ganz anständige Limonaden brauen, können sie dem Vergleich zum selbst fermentierten Produkt nicht standhalten. Probiere es am besten gleich aus, ich bin mir sicher, dass Du mir zustimmen wirst.

Zutaten

  • 1 grosses Stück Ingwer *

  • 4 EL Zucker

  • 1 l Wasser

  • 1 Zitrone

  • 4 EL abgeseihter Ginger Bug

Anleitung

  • Ingwer in Scheiben schneiden. Ingwer, Zucker und Wasser etwa 10 Minuten sanft sprudelnd kochen und anschliessend abkühlen lassen. Dann mit dem frisch gepressten Zitronensaft und den abgeseihten Ingwerstarter in einem Gefäss mischen, mit einem Tuch bedecken und mit einem Gummi fixieren. Idealerweise hat das Gefäss eine grosse Öffnung.
  • Warm aufstellen und öfter mal umrühren, bis sich die ersten Bläschen bilden. Das dauert ca. 1-2 Tage.
  • In Bügelflaschen abfüllen und 2-4 Tage bei ca. 20° C stehen lassen. Dabei täglich lüften, also den Bügelverschluss leicht öffnen, um Druck abzulassen. Die Flasche dafür nicht ganz öffnen, sondern mit Druck auf den Verschluss den Bügel vorsichtig bewegen. Wenn Du keinen Druck wahrnimmst, nicht öffnen, um die sich bildende Kohlensäure nicht entfleuchen zu lassen. Sobald genug Kohlensäure entstanden ist, in den Kühlschrank stellen und gut gekühlt geniessen.
  • ACHTUNG – auch im Kühlschrank geht die Fermentation weiter, also immer darauf achten, die Flaschen Bäuerchen machen zu lassen!

Notizen

  • * gross ist daumengross, und zwar nicht so gross, wie Dein Daumen, sondern wie der von Sissy Hankshaw, der Protagonistin aus dem Roman Even Cowgirls get the Blues von Tom Robbins (s. Photos unten).

Hast du dieses Ferment ausprobiert?

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Wie wird der übrige Ginger Bug aufbewahrt?

Die Pflege eines Ginger Bugs funktioniert eigentlich genau wie die eines Sauerteiges. Lagern kannst Du ihn in einem Glas mit losem Deckel im Kühlschrank. Einmal in der Woche wird er rausgeholt und gefüttert, das heisst, es werden wieder Zucker und gehackter Ingwer unter starkem Rühren untergemischt. Ich lasse ihn meistens 1-2 Stunden warm stehen, bevor ich ihn wieder kalt stelle.

Wahrscheinlich machst Du aber sowieso jede Woche mindestens einmal ein Getränk, so dass Du ihn bei der Gelegenheit gleich füttern kannst. Lass es Dir schmecken!

62 Kommentare

      • Hallo Katsu,
        Wenn man den Ginger Bug wöchentlich mit Zucker und Ingwer füttert, dann nimmt er doch eigentlich nicht an Volumen zu, oder? Muss da nicht auch noch Flüssigkeit (Wasser) zugegeben werden?
        LG

        • Hej,

          ja klar, da hast du Recht, Wasser sollte man zwischendurch auch irgendwann mal auffüllen. Ich ergänze das, danke!

          Gutes Gelingen,
          Katsu

          • Hallo Katsu, bei mir ist der Ansatz vom Ingwerbeer geliert, wie kann ich mir das erklären? Ist vorher schon ein paar mal gut gelungen… Diesmal relativ viel Ingwer drin. Gruß, Pinita

          • Hej Pinita,

            das ist ein relativ gängiges Phänomen, verantwortlich dafür sind Pediokokken: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pediokokken

            Die Phase kann vergehen und danach kann der Geschmack besonders gut sein, es dauert jedoch meistens recht lange und gelingt nicht immer. Ich würde vielleicht einen zweiten Ansatz machen und den gelartigen irgendwo weit weg aufstellen, damit die Bakterien nicht gleich wieder überspringen.

            Gutes Gelingen!
            Katsu

    • Moin David,

      das habe ich noch nicht gemacht, finde die Idee aber naheliegend und super! Mach mal, und berichte, wie es geworden sein wird.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

      • So ich berichte erstmal
        Mein Ingwerbug bugt… er will nicht so richtig.
        Ich werde nochmal Bio Ingwer Kaufen und rein tun.
        Ich weiß auch nicht wie doll es blubbern sollte, bei meiner gab es nur ein paar Bläschen an der Oberfläche bis jetzt.

        Liebe Grüße – Der David aus “Fermentieren in Einfach”

        • Moin David,

          warm genug steht der Ansatz? Das ist wichtig. Versuch mal, ihn kräftig zu schütteln, mit Deckel natürlich. Das hilft manchmal.

          Gutes Gelingen!
          Katsu

          • Hallo,
            Mein Bug scheint geglückt zu sein. Habe nun den Bug in das abgekühlte Ingwer Zucker Gemisch gekippt. Leider entwickelt sich keine Kohlensäure. Leider das zweite Mal schon so gelaufen. Was mache ich falsch? Danke, Flo

          • Hej Flo,

            wenn dein Ginger Bug aktiv ist, das Ginger Ale aber nicht gelingt, gibt es ein paar Faktoren, auf die du achten kannst.

            Häufig ist es Zeit. Manchmal kann es länger als 1-2 Tage dauern, bis sich Bläschen im Ginger Bug bilden. Du könntest das Gefäß weiterhin warm halten und ab und zu umrühren, um den Gärungsprozess zu unterstützen.

            Die Temperatur hat auch einen Einfluss auf die Gärung. Stelle sicher, dass das Gefäß an einem warmen Ort steht, idealerweise bei Raumtemperatur oder etwas darüber. Eine zu niedrige Temperatur könnte die Gärung verzögern.

            Und achte darauf, dass alle verwendeten Utensilien und das Gefäß sauber sind. Unsaubere Gerätschaften können das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen fördern und die Gärung behindern.

            Viel Erfolg!
            Katsu

  1. Danke für die Anleitung. Das klingt gut. Ich habe den Ginger Bug angesetzt und auch schon erste Bläschen. Ich bin schon sehr gespannt. Eine Frage zum letzten Schritt: ich nehme an, dass die Ingwerscheiben, wenn das Ginger Beer in Bügelflaschen abgefüllt wird, nicht mit in die Flaschen wandern, oder doch?

    • Liebe Jessica,

      das kannst Du tatsächlich halten, wie ‘n:e Dachdecker:in. Entweder siebst Du die Stücke raus, oder Du lässt sie drin. Ich mache es mal so, mal so, es macht nicht wirklich einen Unterschied. Trinkt sich einfacher ohne.

      Liebe Grüsse und gutes Gelingen!
      Katsu

        • Hi,

          Wenn der Ginger Bug fertig in den Kühlschrank wandert, wurde er dann vorher komplett abgeseit? Und wenn er dann wöchentlich gefüttert wird, wie lange können Ingwerstücke da drin bleiben?

          Liebe Grüße

          • Hej Vans,

            der Ingwer kann drin bleiben. Irgendwann wird es recht viel durch das Füttern, dann kannst du etwas von dem alten entsorgen (macht sich gut als Ballaststoff in Gebäck) und durch frischen ersetzen.

            Gutes Gelingen!
            Katsu

  2. Hat super geklappt. Seeehr lecker und mit Kaufprodukten tatsächlich nicht zu vergleichen. Vielen Dank!

  3. Love your recepies✌️ So when maintaing the ginger bug do you add 4 tbs of fresh water everytime you take out 4 tbs of ginger bug for a new batch of ginger ale etc?

    • Thanks Anders! I don’t add it right back every time. Usually I feed my starter once a week and I just take some out when I want to make lemonade. But there’s no right and wrong here, you can just find a way how it works for you. If that means feeding it when you take some out, that’s also fine.

      Happy fermenting <3
      Katsu

  4. Danke für dein Rezept. Warum muss ich den Ingwer kochen? Den Ingwer Bug lass ich ich doch auch natürlich fermentieren? Hast du schon mal den Starter und den anderen Ingwer ohne Kochen zusammengekippt?

    • Hej Andreas,

      für das Ginger Beer koche ich aus Ingwer, Zucker und Wasser einen Sirup. Durch das Kochen wird die Konzentration der Wirkstoffe stärker, und der Geschmack damit natürlich auch schärfer. Wenn Du ein milderes Getränk bevorzugst, dann kannst Du diesen Schritt überspringen.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

      • Vielen Dank für den Tipp! Dann werde ich das mal so versuchen und zwar mit Wasserkefirkristallen. Der letzte Ingwerbug hat nicht richtig gezündet, hab´s dann mit Trockenhefe probiert (bitte nicht steinigen ;-)). Hat gesprudelt wie jeck, allerdings dann -wie zu erwarten- mit einem Hefenachgeschmack. Ist halt eine Backhefe und dafür optimiert.

  5. Hallo Katsu,
    mein Ginger Bug ist fast fertig… weil mir das mit der Namensgebung so gut gefallen hat, hat er auch einen Namen bekommen, er heißt “Buddy”.
    Wenn ich ihn nun in den Kühlschrank stelle und regelmäßig füttere, dann werden das ja immer mehr Ingwerstücke. Seihe ich ihn immer mal ab, oder wie machst Du das?
    Danke und liebe Grüße
    Anke

    • Ja, genau. Du kannst die Stückchen dann auskochen und als Ingwertee geniessen. Oder pürieren und damit backen. Ich wünsche Dir, dass Buddy Dein Buddy für lange Zeit wird, ich mag den Namen!

  6. Hallo liebe Katsu, ich nochmal:
    Mein Ginger Ale ist fertig – Bläschen sprudeln, alles hat gut geklappt. Aber geschmacklich – na ja. Es schmeckt etwas wie angegorener Most, ein wenig herb und etwas alkoholisch. Meine Kinder haben sich gleich abgewendet.
    Habe ich was falsch gemacht?
    Dank und besten Gruß!

    • Hej Anke,

      das klingt fast, als sei der Ingwer vielleicht nicht ganz frisch gewesen? Hefig soll es schmecken, angegorener Most ist allerdings nicht die Geschmacksrichtung.

      Vielleicht probierst Du noch eine Zweitfermentation mit sehr frischem Ingwer und etwas mehr Zitrone.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

      • Liebe Katsu, der nächste Versuch ist prima geworden! Ich glaube, beim ersten ist mein Ale einfach zu lange gestanden, es hat nicht richtig gestartet … warum auch immer. Jetzt klappt es richtig gut, und es schmeckt auch!
        Also an alle, denen es auch so geht: noch einen Versuch machen. Manchmal braucht gut Ding Weile…
        Herzliche Grüße von Anke

  7. Hallo Katsu, mittlerweile klappt es mit dem Ingwer-Buzz, Trockenhefe brauche ich nicht mehr. Jetzt habe ich folgenden Hinweis gefunden: Zur Steigerung des Alkoholgehaltes solange im Glas fermentieren lassen bis das Blubbern aufhört (also nicht nach 2 Tagen in Flaschen umfüllen). Nach dem Umfüllen in die Flaschen zum Nachkarbonisieren Zucker hinzufügen. Schon mal ausprobiert? Wenn ja, welche Zuckermenge wäre da sinnvoll?

  8. «Ingwer, Zucker und Wasser etwa 10 Minuten sanft sprudelnd kochen»

    aus welchem Grund “kochen” ??? Mit Invertzucker gehts auch ohne kochen, oder?

    • Na, Du willst doch den Geschmack des Ingwers haben, den kochst Du aus. Mit Invertzucker hab ich nix am Hut, da musst Du bitte woanders forschen, aber ob der ungekocht das Aroma des Ingwers rausbekommt, wage ich zu bezweifeln?

  9. Tolles Rezept. Versuche mich gerade daran 🙂
    Wenn du deinen Ginger Bug pflegst, fügst du auch die entnommene Menge Wasser wieder hinzu? Kann es mir nicht anders vorstellen, aber ich frage lieber nach.

    • Danke! Ja, genau, es wird immer mal wieder Wasser hinzugefügt, dass eine Balance der Zutaten bleibt. Ich überarbeite die Anleitung demnächst und präzisiere den Punkt. Danke für die Rückfrage!

  10. Hallo liebe Katsu,
    leider kann ich nicht zu deinem Fermentier-Workshop kommen, dafür ist es einfach zu weit – sehr schade! Aber ich schicke eine Freundin 🙂
    Frage zum Ginger Bug: kann ich damit auch andere Sprudelgetränke machen, und statt Ingwersirup anderen Sirup nehmen? Der Sommer kommt und ich hab richtig Lust auf tolle Getränke!
    Danke und herzliche Grüße aus dem Süden!

  11. Kann ich den (Metall-)Topf als Gefäss verwenden, indem ich den abgekochten Sud mit dem Tuch abdecke und stehen lasse oder sollte es ein nicht-metallisches Gefäss sein?

    Übrigens: Ich liieeebe deine Rezepte !!! Von deinem Kefir-Frischkäse esse ich täglich, ich wollte etwas Abwechslung zu: jeden Tag Kefir trinken …

    Ich mag ihn gerne mit viel Schnittlauch oder fein gewürfelten Zwiebeln und viel Thymian … oben drauf mache ich immer noch ca. 1 cm Olivenöl in das Glas … esse ihn gerne auf gut getoastetem Vollkornbrot mit frisch gemahlenem Pfeffer … hmmmmmm so lecker !!!

    Als nächstes will ich deine Tomatensalsa probieren und sie oben auf tun … stelle mir das mega lecker vor … Danke für diese Bereicherung

    • Hej Jule,

      ich benutze gerne Glasgefässe, da kann man den Fortschritt am besten beobachten. Gerade am Anfang hilft das sehr! Im Metalltopf müsste es theoretisch auch funktionieren, wenn er aus Edelstahl ist, aber ausprobiert habe ich es noch nicht.

      Ich finde es klasse, dass dir meine Ideen so gut gefallen! Frischkäse mit Salsa ist ein Supersommersnack.

      Fröhliches Fermentieren,
      Katsu

      PS. Du weisst es wahrscheinlich, ich möchte es trotzdem nochmal erwähnen: Öl darf wegen der Botulismusgefahr nur bei komplett ausfermentierten Lebensmitteln benutzt werden.

      • Wann weiss ich denn, wann mein Frischkäse komplett ausfermentiert ist? Oder wird er das überhaupt? Woran erkenne ich denn generell eine komplette Fermentation? Ich freue mich so auf Donnerstag, da gibt es Gehalt … habe das WE schon komplett zum Fermentieren geplant, welche Zutaten und Utensilien ich benötige, ich hab mir einiges vorgenommen … übrigens: mein vorletzter Kefir-Ansatz war irgendwie komisch, hatt erst viel Molke gebildet, dann hab ich mit einem Holzlöffel umgerührt und dann ist er irgendwie wieder ganz flüssig geworden und es bildet sich kaum noch Molke (und auch nicht wie gewohnt unten sondern oben) … was meinst du: soll ich diesen Ansatz verwerfen? Es sind immerhin 3 Liter … der nächste Ansatz ist wieder gut geworden (ich hab ihn mit dem gleichen Holzlöffel umgerührt)

        • Moin Jule,

          wenn sich keine Aktivität mehr zeigt, ist die Fermentation abgeschlossen. Der Käse verändert dann Geschmack und Aussehen nicht mehr.

          Beim Umrühren mit dem Holzlöffel hast du eventuell so gut gerührt, dass du den Kefir homogenisiert hast? Was war denn der Grund für das Rühren? Ich seihe den Kefir meistens ab, wenn er sich trennt, ohne ihn viel zu bewegen.

          Viel Erfolg beim nächsten Versuch!
          Katsu

  12. Hallo!

    Vielen Dank für das Rezept!

    Im Kühlschrank hört der Bug bei mir recht schnell auf zu blubbern,
    muss ich ihn bevor ich ihn als Starter verwenden kann erst wieder ein paar Tage warm stellen und füttern damit er wieder beginnt zu blubbern?

    Oder kann ich ihn nicht blubbernd direkt aus dem Kühlschrank verwenden?

    Vielen Dank und liebe Grüße!

    • Hej Karl,

      ja, wie bei Sauerteig kann es eine gute Idee sein, den Starter erst zu reaktivieren. Wärme ist da super, und einmal füttern hilft auch.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

  13. Liebe Katsu,
    ich habe schon einige Deiner Tipps und Rezepte ausprobiert. Bin über Milchkefir zum Fermentieren gekommen. Neben Sauerkraut, Kimchi und Fenchel ist das Gingerbeer mein absoluter Favorit! Und ich mag einfach sehr gerne auf deiner Webseite lesen, weil dein Schreibstil großartig ist! Also superlieben Dank für deine tolle Webseite und deinen stets anregenden Insta-Kanal! Mein Tipp für das Ingwerbier: Ab der dritten Ladung habe ich angefangen, ein wenig zu experimentieren. Wenn man dem brodelnden Ingwertee einige getrocknete Hibiskusblüten spendiert (haben wir in Ägypten als Tee geschenkt bekommen), erhält die fertige Limo zwar kaum ein blumiges Aroma (der Ingwer haut das ziemlich weg), aber eine wundervolle pinke Farbe, etwa wie eine rosa Grapefruit. Sehr ansprechend! Und natürlich sehr lecker! Die ganze Familie ist süchtig nach dem Ingwerbier! Liebe Grüße, Newcomer-Fermentista Claudia

    • Hej Claudia,

      vielen Dank für dein tolles Feedback! Wie schön, dass dir das Fermentieren soviel Freude macht <3
      Und danke für den Tip mit dem Hibiskus, das ist eine gute Inspiration.

      Weiterhin viel Freude mit deinen Fermenten,
      Katsu

  14. Super lecker, das Ingwer-Bier (nach dem Abseihen habe ich mit den übrig verbliebenen Ingwerstückchen Ingwer-Kekse gebacken) –
    Im Ginger-Bug hat sich oben ein mycel-artiges hautiges Etwas gebildet.. mit Fäden, aber kein Schimmel, aber auch nicht so gallerig, wie eine Essigmutter… was könnte das sein?
    Ich hab es mal getrennt und zückte/beobachte es weiter….

    • Hej Jürgen,

      das klingt wie eine Kultur aus Hefen und Bakterien, also ähnlich wie eine Essigmutter oder ein Kombuchascoby.

      Geniesse dein Ingwerbier!
      Katsu

  15. Danke für das Rezept und die tolle, schön zu lesende Beschreibung! Damit habe ich nun ein paar mal leckeres Ginger Ale gemacht und bin nun angefixt. Ich hab auch mal rumprobiert und mit Orangenzesten oder Granatapfelsirup gemischt, aber das Original „nur“ mit Ingwer und Zitronensaft gefällt mir am besten und wird oft gemacht. Ich koche noch nicht einmal Sirup, sondern mische es direkt mit lauwarmem Wasser, auch wenn es mit gekochtem Sirup ein kleines bisschen feiner wird, wie ich finde.
    Mich würde interessieren, ob du oder jemand anderes hier Erfahrung damit hat, es statt in Bügelflaschen in Saftflaschen mit Gummiring und Klemmen wie zB von Weck anzusetzen? Die lassen ja Überdruck ab? Ich überlege das, weil man dann evtl keine Sorgen um explodierte Flaschen haben müsste, wenn man ein paar Tage weg ist und die Flaschen nicht Bäuerchen machen lassen kann …? Und könnte sich bei der Rückkehr auf was leckeres zum Trinken freuen. Deshalb interessiert mich das und beim Fermentieren funktioniert es ja auch? Vielleicht entweicht aber zu viel/zu wenig Kohlensäure?

    • Hej Lina,

      Ginger Bug Brause ist wirklich vielseitig und fabelhaft. Probiere es mal aus in den Weckflaschen. Da wilde Hefen im Spiel sind, kann der Druck trotzdem ganz schön gross werden, ob der Gummiring das abfedern kann, weiss ich persönlich nicht. Wenn ich Tepache im Bügelglas mache, lasse ich tatsächlich immer mal Druck ab, ohne wäre mir zu riskant.

      Vielleicht kann ja noch eine andere Person hier helfen. Falls du bei Facebook bist, komm gerne in unsere Gruppe, da ist der Austausch rege.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

      • Tag 5 – noch ist nichts explodiert. Ich hab eine Flasche bei Zimmertemperatur in einen Eimer mit Holzbrett obendrauf gestellt. Allerdings habe ich auf Vorrat gekochten Sirup genommen und keine zusätzlichen Ingwerstückchen genommen. Ich hab den Eindruck, das arbeitet nicht so stark, eine „Vergleichsflasche“ war mir nach 3 Tagen noch zu süß. Es bleibt spannend …

  16. Liebe Katsu,
    ich bin “Fermentations-Frischling” : habe letzten Samstag einen Fermentationsworkshop gemacht und in einem blubbert Weißkohl (klassisches Sauerkraut hoffentlich demnächst) und im anderen Möhre mit Lauch und Fenchel in Salzlake vor sich hin (wobei im Möhren-Glas mit Lake die Glasbeschwerung verrutscht ist und nun ein Teil des Gemüses oben schwimmt…ich lass es einfach mal so). Wir haben auch einen Ginger-Bug angesetzt. Auch der blubberte wunderbar bis z um zweiten Tag. Nun NICHTS mehr. Ich füttere tgl. (heute 5. Tag) mit jeweils 1Eßl Zucker un 1 Eßl Ingwerstückchen. Sollte es nicht eher mehr als weniger Bläschen geben? Sollte ich nun weiterfüttern?
    Im Übrigen finde ich deine Website super! Vor allem wunderbar praxisnah und bodenständig (so mancher empfiehlt gleich teure Spezialgläser etc…). Gruß aus dem Ruhrgebiet

    • Liebe Sabine,

      herzlichen Dank, das freut mich, dass dir meine Seite weiterhilft.
      Für die Beantwortung deiner Frage möchte ich dich an die Person verweisen, deren Workshop du besucht hast – die Nachbetreuung gehört für mich unbedingt dazu.

      Gutes Gelingen!
      Katsu

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