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Ringelbete Kkakdugi Kimchi

Ringelbete Kkakdugi Kimchi

Ich liebe Bete! Rote Bete, gelbe Bete und gestreifte Bete. Ringelbete, auch Chioggia genannt, sieht wirklich so unfassbar schön aus, dass ich nicht anders kann und sie durch Fermentation veredeln muss. Fermentierte Ringelbete Kkakdugi Kimchi ist fast noch schöner als fermentierte rote Bete – zumindest optisch.

Da Kimchi bei mir ähnlich hoch im Kurs steht, wie rote Bete, habe ich probiert, beides zu kombinieren. Mit Erfolg! Ringelbete Kkakdugi Kimchi ist richtig lecker! Die erdigen Süsse der tollen Knollen passt prima zum massiven Umami der Kimchipaste. Und schön scharf ist es auch noch.

In ein 0,75-Liter-Bügelglas passen

ZUTATEN

  • 3 Ringelbeten
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 1 Monoknoblauch oder 3 Knoblauchzehen
  • 2 cm Ingwer
  • ½ Karotte
  • 2 EL Gochugaru (koreanische Chiliflocken)
  • 2 Schluppen (Frühlingszwiebeln)
  • 1 EL Fischsauce
  • Wasser zum Auffüllen (ca. 5-6 EL)

Für Veganer:innen

Ringelbete Kkakdugi Kimchi

Wenn Du das Ferment vegetarisch oder vegan machen willst, kannst Du die Fischsauce einfach durch 1 TL Sojasauce oder Kokos Aminos ersetzen (TL statt EL ist kein Tippfehler, die veganen Alternativen sind intensiver im Geschmack).

Ringelbeten haben für dieses Rezept das passendste Aroma, Du kannst sie aber auch durch gelbe oder rote Beten ersetzen.

Das bringt mich übrigens auf ein leckeres Experiment: Mach doch mal Ofengemüse mit allen drei Varianten und probiere, welche Unterschiede Du rausschmecken kannst. Dann hast Du gustatorische Anhaltspunkte, wie die jeweilige Bete im Ferment funktionieren könnte.

ZUBEREITUNG

Die Beten in 1-2 cm grosse Würfel schneiden und in einer Schüssel mit dem Salz und Zucker bedecken. Stehen lassen, damit Lake entsteht. Das passiert von selber und kann 15-30 Minuten dauern.

Währenddessen den Knoblauch und den Ingwer fein hacken. Wenn Du Monoknoblauch bekommst, nimm auf jeden Fall den, er schmeckt lieblicher und sanfter als regulärer Knoblauch! Die Karotte in feine Julienne, die Schluppen in dünne Ringe schneiden.

Wenn die Beten Lake gebildet haben, mit dem Gemüse, dem Gochugaru und der Fischsauce (oder der veganen Alternative) vermengen und in ein Bügelglas füllen. Damit der Rand sauber bleibt, einen Marmeladentrichter benutzen. Wenn Du keinen hast, ist das nicht schlimm – dann solltest Du den Rand des Glases vor dem Verschliessen mit einem sauberen Tuch abwischen.

Ringelbete Kkakdugi Kimchi

Eventuell mit etwas Wasser auffüllen, so dass die Betestücke knapp bedeckt sind. Nimm bitte keine Salzlake, das Salz und die Fischsauce sind schon salzig genug. Bei diesem Ferment musst Du Dir um Schimmel wenig Sorgen machen, wie bei allen anderen Kimchi-Variationen auch.

Kimchi ist nicht sehr anfällig für Schimmel

Wenn der Kimchi frisch gegessen wird und maximal 3 Tage fermentiert, macht es nichts, wenn nicht alles von Lake bedeckt ist. Dann bewegst Du das Glas einfach ein paar Mal am Tag und hältst das Gemüse auf diese Weise bedeckt. Ausserdem sorgt das Chilipulver für ein gutes Mikroklima im Ferment und hindert die Bildung von Schimmel.

Die Inhaltsstoffe vieler scharfer Früchte hemmen das Wachstum von Bakterien. Vielleicht hat sich deswegen scharfes Würzen in Ländern verbreitet, in denen das Wachstum von (auch unerwünschten) Bakterien durch das vorherrschende Klima begünstigt wird.

Wie lange wird Ringelbete Kkakdugi Kimchi fermentiert?

Maximal 6 Wochen fermentieren, sonst werden die Beten zu weich. Das erste Mal probieren kannst Du nach 3 Wochen, dann sind die Beten aussen leicht weich und innen noch sehr Rohkost-knackig.

Phantastisches Aroma!

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