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Fermentierte Karottensticks

Wild fermentierte Karotten

Manchmal ist es schön, einen schattigen Garten mit grossen Nadelbäumen, also einen regelrechten Waldgarten, zu haben. Zum Beispiel im Sommer, wenn es sehr heiß wird in der Stadt. Oder im Frühling, dann wächst auf waldigen Böden nämlich Bärlauch.

Neben ganz vielen anderen tollen Rezepten für Bärlauch mache ich besonders gerne fermentierte Möhrchen – auch liebevoll wilde Wurzeln genannt. Dieses Ferment ist so unfassbar lecker, dass ich darin baden könnte. Mein Sohn sieht das auch so und knabbert mir im Handumdrehen alles weg. Guter Tip: Immer mindestens zwei Gläser ansetzen!

Wenn der Bärlauch gerade nicht Saison hat, kannst Du ihn natürlich ohne weiteres mit Knoblauch ersetzen. Dann kannst Du dieses Ferment das ganze Jahr über machen.

ZUTATEN

  • 5 sehr grosse Karotten, oder 1 Bund kleine
  • 1 Bund frischer Bärlauch oder 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 Stk. Ingwer (2 grosse Scheiben)
  • 700ml 2%ige Salzlake

Die Möhren müssen unbedingt schön knackig sein, sonst werden sie beim Fermentieren schnell matschig und ungeniessbar.

ZUBEREITUNG

Für Tobi – ein kleines How To(bi)

Zuerst das Salzwasser ansetzen. Dafür 20 gr. Salz mit 1l Wasser verrühren. Oder 14 gr. mit 700ml, wie oben im Rezept angegeben. Die absolute Menge hängt ein bisschen von der Menge der Karotten und der Grösse des Gefässes ab. Das Wasser kann kalt sein, dann musst Du eben mehr rühren. Dafür musst Du dann nicht warten, bis es wieder abgekühlt ist 😉

Die Wurzeln halbieren oder vierteln, je nach Dicke, und in eine Länge schneiden, dass sie aufrecht im Glas stehen können und noch ein Gewicht drauf passt (z.B. der Glasdeckel eines Weckglases).

Vom Ingwer zwei grosse Scheiben abschneiden. Meine waren bestimmt 5×2 cm und 3mm dick. Ingwerscheiben und den Bärlauch unten ins Glas stopfen, die Möhren draufstellen, mit Salzwasser auffüllen.

Mindestens zwei Wochen warten ➩ Mangia bene!

Verwendungsideen für fermentierte Karottensticks

  • Wurzeln sind ein prima Kinderferment! Aber auch für Erwachsene eignen sie sich als probiotischer, knackige Snack für zwischendurch.
  • Gedippt in Hummus, ergänzt mit frischen Salatgurken und ein paar Oliven, sind sie ein schnelles, leichtes Mittagessen.
  • Püriert mit etwas Öl und Kreuzkümmel wird ein aromatischer Brotaufstrich draus.
  • Eingerollt in Algen und Reis werden daraus köstliche Gemüse-Makis. Selbstgemachtes Sushi ist ein Hit bei meinen Kindern!

8 Gedanken zu “Fermentierte Karottensticks

    1. Liebe Michaela,

      das ist eine sehr gute Frage 😄 Zum Glück habe ich noch Bärlauch im Garten und Karotten im Kühlschrank, also mache ich auch fix ein Glas wilde Wurzeln. Der Bund, den ich gepflückt habe, hat 20 Gramm gewogen. Das waren ungefähr 17 Blätter.

      Viel Erfolg beim Fermentieren!
      Liebe Grüsse, Katsu

  1. Hallo nochmal😁 Ich hab noch ein paar Fragen und zwar, was kann man denn mit der Brine anstellen, nachdem man das Gemüse gegessen hat?
    Kann man Knollen Sellerie auch fermentieren und falls ja, wie stelle ich das an, beziehungsweise mit was für Gewürzen und in welcher Form? Also geraspelt oder auch als Sticks? Wie du siehst hat mich deine Seite angefixt, vorgestern erst entdeckt und schon im Fermentierfieber😚.
    Super Seite! Vielen Dank!

    1. Das ist ja toll, willkommen im Club der Fermentistas!
      Die Lake kannst Du pur oder verdünnt trinken, ich finde das sehr erfrischend. Sellerieknolle fermentiere ich gerne in Juliennestreifen geschnitten, mit Lorbeer, Senfsaat und 2%iger Lake. Das kann man als Rohkostbeilage reichen, oder probiotischen Waldorfsalat draus machen. Bei uns gibt es den Waldorfsalat immer zu Weihnachten.
      Fröhliches Fermentieren!

  2. Hallo und vielen Dank für deine Antworten!
    Ich habe allerdings schon wieder eine Frage 🙈.
    überall steht was von Bügelgläsern, aber explodieren die nicht irgendwann, wenn der Druck von innen zu groß wird? Irgendwie kann ich mir das nicht so richtig vorstellen, dass da nix durch die Gegend fliegt.
    Ich habe alte große Weckgläser genommen mit Glasdeckel, der so lose drauf liegt, ist das verkehrt? die Meisten haben diese Wasserrinne. Gummies habe ich nicht, nur die losen Deckel… Ich weiß, man informiert sich bevor man loslegt, das Problem war nur, das wir 120 Pakete gerettetes Suppengrün hatten, die ultraschnell weg mussten und nach etlichen Kilos an Gemüsebrühenpaste, kam dann der Rest in Fermentation😰. Danach hab ich auch keine Frage mehr, denn du hast ja hier Alles sehr gut erklärt!
    liebe Grüße Michaela

    1. Hej Michaela,

      schau mal hier https://fermentation.love/fermentation/die-grundausstattung-zum-fermentieren#gefaesse_und_glaeser_zum_fermentieren
      Und dann schau mal hier https://www.youtube.com/watch?v=kPm2n26r1p8

      Es funktioniert wirklich! 🙂

      Nur Deckel, ohne Wasserrinne oder Gummi, kann sehr leicht Schimmel und ziemlich sicher Kahmhefe entwickeln. Ausser, Du rührst täglich um, aber das finde ich zu aufwändig.

      Gutes Gelingen, und frag gerne immer wieder nach!

      Liebe Grüsse,
      Katsu

  3. Hallo. Wenn ich alles in ein Glas gegeben habe, wie mache ich das ganze mit dem beschweren? Darf Luft während der fermentation dazukommen?

    1. Liebe Edith,

      nein, der Sauerstoff muss weg. Das passiert durch den Fermentationsprozess bei geschlossen Gefässen und passender Füllhöhe automatisch.

      Ich benutze gerne die gläsernen Deckel von meinen kleinsten Einkochgläsern, um das Fermentiergut unter der Lake zu halten. Alternativ kannst Du die Karotten so geschickt stopfen, dass sie nicht auftreiben, oder das Glas so weit befüllen, dass kein Platz mehr für Sauerstoff bleibt. Dann wird allerdings etwas Lake im Verlauf der Fermentation austreten, also am besten auf einen Teller stellen.

      Mehr dazu habe ich hier und hier aufgeschrieben.

      Viel Erfolg 🍀 und viele Grüsse,
      Katsu

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