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Zero Waste Ananas, Teil 1. Tepache.

Tepache

Viva la Mexiko! Tepache ist ein traditionelles mexikanisches, alkoholhaltiges fermentiertes Getränk, das oft in mexikanischen Gefängnissen hergestellt und getrunken wird.

Betrunkene Straftäter sind eine Gefahr für sich und ihre Mitmenschen, daher ist Alkohol im Knast nur denjenigen vorbehalten, die wissen wie man ihn sich, mit wenigen Zutaten, selbst herstellt.

Julius Theis

Tepache ist extrem nachhaltig, quasi das nose-to-tail der wilden Fermentation, weil Tepache aus dem Abfall der Ananas hergestellt wird. Das Fruchtfleisch kann man natürlich einfach pur essen, oder man macht Ananas-Sauerkraut daraus, oder fermentierte scharfe Sauce.

Die beste Zeit, um Tepache zuzubereiten, ist im Sommer, weil dieses Ferment Sonnenwärme braucht.

ZUTATEN

  • eine kleine Bio-Ananas, Schale & Strunk (innen)
  • 1 Zimtstange
  • 5 Pimentkörner
  • 5 Salbeiblätter
  • 80 gr. Rohrohrzucker
  • 1,5l H2O

ZUBEREITUNG

Den Zucker und das Wasser in ein 1,5 Liter grosses Gefäss geben und solange rühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Tepache

Die Ananas schälen und den Strunk innen herausschneiden. Alles in grosse Stücke hacken und mit den Gewürzen in das Zuckerwasser im Glas geben.

Wenn Du ein Bügelglas benutzt, lass den Gummiring weg beim Verschliessen. Mit Gummi würde zu viel Druck entstehen. Wenn Du ein normales Glas nimmst, fixiere ein Stück Stoff mit einem Gummiband über der Öffnung. Es geht darum, dass keine Fruchtfliegen oder sonstige Tierchen in das Ferment gelangen.

Das Glas ein paar Tage in der Sonne auf dem Fensterbrett stehen lassen und mehrmals täglich umrühren, damit nichts schimmelt.

Täglich riechen. Manchmal braucht es 3 Tage, manchmal 5, bis die Hefen ihre Arbeit getan haben und das Getränk fruchtig-hefig und leicht alkoholisch schmeckt und durch den Fermentationsprozess Kohlensäureblasen entwickelt hat.

Tepache trinken

Dann füllst Du Deinen Tepache in Bügelglasflaschen ab und stellst sie in den Kühlschrank. Bitte nimm keine Flaschen, aus denen der Druck nicht entweichen kann, sonst stehst Du eventuell nach einer Nacht vor einem Scherbenhaufen.

In den Flaschen entwickeln sich innerhalb einiger Tage die feinen Perlen und das Getränk prickelt herrlich auf der Zunge.

Da die Fermentation immer weiter geht, muss man fermentierte Getränke in verschlossenen Flaschen auch im Kühlschrank besonders gut im Blick haben und lieber einmal mehr kurz öffnen, um Druck abzulassen, als dass einem die Flaschen explodieren.

Fermentierte Getränke sind absolut nichts für Anfänger.

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