Einfache Rezepte Ganzjährig Honig

Knoblauch in Honig fermentiert

Knoblauchzehen und Honig fermentieren

Knoblauch in Honig ist ein Ferment, was ich immer in verschiedenen Reifegraden im Haus habe. Honigfermente sind fabelhaft einfach, schmecken extrem lecker und sind supervielseitig.

Bei Honig ist es so, dass der natürliche Wassergehalt in der Regel bei etwa 17% liegt. Wenn man ihn auf mindestens 19% erhöht, aktiviert man die im Honig vorhandenen wilden Hefen und eine Fermentation findet statt. So einfach ist das.

In diesem Rezept ist es der nach und nach austretende Saft des Knoblauchs, der den Honig gerade genug verdünnt, damit er fermentiert, aber nicht genug, um eine signifikante Menge an Alkohol zu produzieren. Das ist gut, weil mein Jüngster die fermentierten Zehen wie Bonsche wegknabbert.

Die Zubereitung ist so einfach, dass man quasi kein Rezept braucht. Das Aufwändigste ist das Pellen der Zehen, weil man eine grosse Menge davon braucht. Dafür hat man dann später auch mehr zum Essen 😋

ZUTATEN

  • 5-6 Knoblauchknollen
  • 500 gr. naturbelassenen regionalen Honig
  • 0,75 Liter Glas

ZUBEREITUNG

Es ist wichtig, dass der Knoblauch weder ausgetrocknet ist, noch, dass er spriesst.

Die Knoblauchzehen schälen. Dafür gibt es mehrere Tips. Für mich am besten funktioniert, die einzelnen Zehen in ein Glas mit Schraubdeckel zu geben und ordentlich zu schütteln. Pellen muss ich sie danach immer noch, aber es geht viel schneller, als wenn ich sie vorher nicht geschüttelt hätte.

Wie machst Du das mit dem Knoblauch? Schreib‘ mir Deinen Trick in die Kommentare.

Die Zehen in ein Glas geben und mit dem Honig bedecken. Dabei ist es egal, ob der Honig noch flüssig oder schon kristalliert ist. Die austretende Flüssigkeit des Knoblauchs lässt ihn im Handumdrehen wieder flüssig werden. Wichtig ist, dass ihr unbehandelten Honig kauft. Es gibt eigentlich an jeder Ecke eine:n Imker:in, selbst in grossen Städten. Das sind eure Anlaufstellen für guten Honig.

Honig-Knoblauch-Ferment

Knoblauch in Honig ist ein extrem aktives Ferment.

Schon vom ersten Tag entstehen die wundervollen Blubberblasen. Deswegen ist es wichtig, dass ihr das Kohlendioxid aus eurem Fermentierbehälter rauslasst (selbst, wenn ihr ein Bügelglas benutzt), weil sonst zu viel Druck entsteht. Dafür öffnet man 1-2 Mal am Tag das Glas, ungefähr die ersten 7 Tage.

2-3 mal am Tag muss das Glas umgedreht werden, damit alle Knoblauchzehen immer wieder mit Honig überzogen werden. Danach tritt dann gerne etwas Honig aus den Ritzen zwischen Glas und Deckel. Gerne auch zeitverzögert. Dieses Ferment ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit… Am besten, man stellt es auf einen Untersetzer und macht es immer mal wieder sauber.

Mit der Zeit nimmt der Honig Feuchtigkeit aus dem Knoblauch auf und wird flüssiger. Dann wird die Bläschenbildung geringer und der Knoblauch beginnt, auf den Boden zu sinken. Dann braucht man das Glas nicht mehr umzudrehen.

Im Prinzip könnte man beginnen, den Knoblauchhonig zu essen, sobald die aktive Bläschenphase vorbei ist. Ich empfehle jedoch, mindestens 6 Monate zu warten. Der Knoblauch wird immer farbintensiver und weicher im Geschmack, der Honig flüssig und dunkel und von Aroma durchzogen. Bei mir steht noch ein winziges Gläschen vier Jahre alter Knoblauch in Honig. Er ist mittlerweile schwarzbraun und extrem köstlich. Die Geduld lohnt sich sehr.

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