Einfache Rezepte Für Kinder Gemüse Sommer

Der Klassiker: Fermentierte saure Gurken

Fermentierte saure Gurken

Gurkenzeit! Eine der besten Zeiten im Jahr, finde ich. Erstens, weil es Gurken zum Fermentieren gibt, und zweitens, weil Gurkenzeit Sommerferienzeit ist 🙂 Und Sommerferien sind definitiv meine Lieblingsjahreszeit.

Salzgurken sind ein absoluter Klassiker unter den wilden Fermenten und gar nicht schwierig zuzubereiten. Zudem sehr beliebt bei Kindern. Deswegen mache ich immer unendlich viele fermentierte Gurken, in Gefässen von 1 Liter bis 4 Liter.

Das Rezept ist für ein 4 Liter Bügelglas.

ZUTATEN

  • ca. 1,5 kg frische Einlegegurken
  • 1 Bund frischer Dill
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 5 Johannisbeerblätter
  • 2 Pakete Gurkengewürz
  • 2-4 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chili
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 weisse Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer
  • 70 gr. Salz auf 2 Liter H2O (3,5% Salzgehalt)

Man kann sich die Gewürze natürlich auch einzeln nach Geschmack zusammenklauben. Normalerweise mache ich das so beim Kochen. Bei Gurken jedoch schmecken die fertigen Gewürzmischungen so gut, dass ich keinen Grund sehe, sie nachzubauen und sie fröhlich fertig kaufe (mit Abstand am besten schmeckt mir die von Ostmann). Wenn ich die Gewürze aus irgendwelchen Gründen doch selber zusammenstellen würde, bräuchte ich für das 4-Liter-Glas

  • 3 EL Senfsaat
  • 2 EL Koriandersamen
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 TL Nelken
  • 5 Lorbeerblätter

ZUBEREITUNG

Einlegegurken in Eiswasser

Als erstes die Gurken in Eiswasser legen. Das hilft, die Knackigkeit zu bewahren.

Die Gewürzmischung kommt als unterstes ins Glas, damit die kleinen Teile möglicht nicht auftreiben und über der Lake Angriffsfläche für Schimmel bieten.

Dann kommen die geschälten Knoblauchzehen und die geviertelten, geschälten Zwiebel, die vom Strunk befreite Chilischote, die Johannisbeerblätter und der ungeschälte Ingwer drauf und schliesst alles mit den frischen Kräutern ab. Da kommt nix dran vorbei.

Die Gurken hochkant daraufstellen. Wenn die Gurken so dicht stehen, dass sie sich verklemmen, braucht man kein Gewicht. Ansonsten sollten man ein Ton- oder Glasgewicht oben drauflegen, damit die Gurken unter der Lake bleiben.

Kalle hält ein Glas fermentierte saure Gurken

Die Johannisbeerblätter helfen beim Erhalten der Knackigkeit durch ihren Tanningehalt. Ich habe auch schon oft Kirschblätter genommen, das funktioniert fabelhaft. Genauso gut funktionieren Weinblätter. Nehmt einfach, was ihr so im Garten oder im Park findet. Je weiter weg von Abgasen, desto sympathischer.

Eine tolle Variante für schnelle Gürkchen und/oder heisse Sommertage sind Full Sours. Das sind Salzgurken, die mit einer 5%igen Salzlake angesetzt werden. Eigentlich schmecken die mir fast noch besser als die regulären 3,5%igen Gurken, die man auch Half Sours nennt.

Aber egal, welche Salinität ihr wählt, Zwiebeln und Dill müssen mit ins Glas. Alles andere könnt ihr ja mal variieren und rausfinden, was euch selber am besten schmeckt.

Im Sommer 2020 habe ich mal eine Variante mit Shisoblättern gemacht. Die Gurken wurden leicht rosa und haben einen ganz zarten Geschmack nach dem pfeffrig-kräuterigen Aroma der Shisoblätter. Das könnt ihr auf jeden Fall auch ausprobieren.

Essen könnt ihr die Gurken mit 5% Salinität ab 7 Tagen, die weniger salzigen lasse ich gerne 3-4 Wochen fermentieren.

Nachdem ich das Glas geöffnet habe, um die ersten Gurken zu naschen, fülle ich die restlichen in Schraubgläser und stelle sie kalt (5-8 °C). Dann halten sie mindestens 4 Monate. Länger haben sie es bei mir noch nie geschafft… 😋 Ich habe den begründeten Verdacht, sie könnten locker auch 12 Monate durchhalten. Fermentation ist ja schliesslich Haltbarmachung.

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